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Von Tove Simpfendörfer
Wei nga r ten / Fr ied r ichshafen
– Neue Wege beschreiten die
Hochschule Ravensburg-Wein-
garten und EADS am Standort
Friedrichshafen:
Hochschule
und Unternehmen haben ein Pa-
tenschaftsprogramm aufgelegt,
durch das sie die besten inter-
nationalen Studierenden für die
Region Bodensee-Oberschwaben
gewinnen wollen. „Mit diesem
Programm sind wir Vorreiter
in Deutschland“, sagt Hubert
Schwarz, Standortpersonalleiter
von EADS Defence & Security
Friedrichshafen, stolz.
„Enge Beziehungen zu Hoch-
schulen“, erklärt Dr. Gerhard
Wischmann, Leiter Operations,
Defence Electronics, von EADS,
„sind für uns eine Vorausset-
zung für die Aufrechterhaltung
unseres Know-hows. Dazu be-
nötigen wir auch qualifizierte
Mitarbeiter, die nicht nur aus
unserem Sprachraum kommen.“
EADS Defence & Security will
sich künftig internationaler und
globaler ausrichten und hat das
ehrgeizige Ziel, die besten Köp-
fe aus der ganzen Welt auf sich
aufmerksam zu machen und zu
rekrutieren.
Der neue Studiengang Electri-
cal Engineering, den die Hoch-
schule Ravensburg-Weingarten
seit dem Sommersemester 2009
anbietet, kommt dem High-Tech-
Unternehmen da gerade recht.
Unterrichtet wird auf Englisch,
die Erstsemester stammen aus
sieben Ländern Afrikas, Euro-
pas und Asiens. EADS Defence
& Security hofft, mit Hilfe die-
ses Elektrotechnik- Studiengangs
Ingenieure vor allem aus Indien,
der Golfregion, Brasilien und der
Türkei zu gewinnen.
„Die englischsprachige Elektro-
technik“, meint Hubert Schwarz,
„kommt unseren Vorstellungen
und Bedürfnissen sehr entgegen.
Gerade für Praktikanten und Di-
plomanden ist das Angebot von
Praktikantenplätzen in der Nähe
der Hochschule mit anspruchs-
vollen Inhalten und herausfor-
dernden Aufgaben von großem
Vorteil.“
Nicht nur EADS am Standort
Friedrichshafen verspricht sich
viel von der Zusammenarbeit,
auch Rektor Professor Dr. Tho-
mas Spägele glaubt, dass seine
Hochschule davon stark profi-
tiert. „EADS“, schwärmt Tho-
mas Spägele, „ist ein weltweit
führendes Unternehmen der
Luft- und Raumfahrt. Die Part-
nerschaft wird unseren Studi-
engang und die Hochschule Ra-
vensburg-Weingarten beflügeln
und herausragende Studierende
aus der ganzen Welt an unsere
oberschwäbische
Hochschule
bringen.“
Nach dem ersten Semester in
Weingarten können sich die
Studierenden um Aufnahme in
das Patenschaftsprogramm be-
werben, vorausgesetzt die Noten
sind gut. Die erste Bewerberrun-
de läuft gerade unter den Erstse-
mestern an.
Wer die Aufnahme geschafft hat,
dem winkt ein Einstieg bei einem
global tätigen High-Tech-Arbeit-
geber – während des Studiums
beispielsweise über Praktikums-
plätze und Werkstudentenverträ-
ge. Auch die Bachelorarbeit kann
bei EADS geschrieben werden.
Die studentischen Patenkinder
lernen, wie ein europäisches Un-
ternehmen „tickt“.
Nach dem Studium sollen die
Studierenden zurück in ihr Hei-
matland gehen, könnten dort bei
Interesse in einer EADS-Nieder-
lassung arbeiten, oder bei Be-
darf möglicherweise auch in der
Technologie-Region Bodensee-
Oberschwaben bleiben.
Top-Ingenieure an den Bodensee
Informatik im
vorderen Feld
Will man in Baden-Württem-
berg Informatik studieren, ist
das oberschwäbische Weingar-
ten der ideale Ort. Kein anderer
Informatikstudiengang wurde
in Süddeutschland beim CHE-
Ranking besser bewertet. Unter
allen Informatikstudiengängen
an deutschen Fachhochschulen
gehört die Weingartener Infor-
matik zu den Top 5.
... mehr unter TOPNEWS
Konferenz Soziale
Arbeit in Kroatien
Neun Studierende der Sozi-
alen Arbeit der Hochschule
Ravensburg-Weingarten haben
die Konferenz „Soziale Arbeit
in Europa“ in Dubrovnik/Kro-
atien besucht. „Als alle teil-
nehmenden Studierenden zum
Abschluss der Konferenz ihre
Ergebnisse vorstellten, haben
wir großes Lob eingeheimst“,
erzählt Bastian Oechsle stolz.
... mehr unter STUDIUM
Professor im
Optik-Vorstand
Die Deutsche Gesellschaft für
angewandte Optik (DGaO) hat
einen neuen Vorstandsvorsit-
zenden. Professor Dr. Michael
Pfeffer ist der erste Vertreter
einer Fachhochschule, der den
Vorstandsvorsitz übernimmt.
„Das zeigt die Ehre und Wert-
schätzung, die die DGaO
den Fachhochschulen entgegen
bringt“, berichtet Michael Pfeffer.
... mehr unter PERSONEN
Absolventen sind
sehr zufrieden
Weingarten/Stuttgart (sim) –
Zu den besten drei der baden-
württembergischen
Hoch-
schulen gehört die Hochschule
Ravensburg-Weingarten, was
die Zufriedenheit der Absol-
venten mit dem Studium be-
trifft. Dies ist ein Ergebnis der
Absolventenbefragung 2008
des Statistischen Landesamts
Baden-Württemberg, die im
Juli 2009 veröffentlicht wurde.
Befragt worden waren die etwa
19.000 Absolventen der Prü-
fungsjahre 2003 und 2006 der
18 baden-württembergischen
Fachhochschulen, 24 Prozent
hatten sich beteiligt. Die Hoch-
schule Ravensburg-Weingarten
schneidet bei fast allen Fragen
überdurchschnittlich gut ab.
Mit Abstand die Nummer Eins
ist sie bei der Frage, wie viele
Absolventen derzeit beruflich
als Angestellte oder Beamte tä-
tig sind. Die Zahl liegt bei 94
Prozent.
Nach Beendigung des Studi-
ums fanden im landesweiten
Durchschnitt 84 Prozent der
Absolventen eine Arbeitsstel-
le. Ganz hervorragend war die
Situation auf dem Arbeitsmarkt
für die Maschinenbauer, die in
Weingarten eine wichtige Rolle
spielen. 15 Prozent hatten nach
dem Ende des Studiums einen
Job (siehe auch Seite 2).
Internationales
Kochbuch
Im neuen Kochbuch der Hoch-
schule Ravensburg-Weingarten
geht es um internationale Kü-
che und Esskultur. 21 Studie-
rende stellen zehn leckere und
exotische Gerichte aus aller
Welt vor. Auch ein typisch
deutsches Essen ist vertreten:
„Knuspriger Schweinebraten
mit Knödel und Blaukraut“, das
Lieblingsgericht des Rektors.
... mehr unter BUNTES
Hochschule kooperiert mit EADS Friedrichshafen
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AMPU
S
Nr. 1
unterstützt vom Verein der Freunde und Förderer
Oktober 2009
News aus Wissenschaft, Forschung und Lehre
Über das Patenschaftsprogramm für exzellente internationale Studierende freuen sich (von links) Ma-
nuela Koch, EADS-Personalmarketing; Hubert Schwarz, Standortpersonalleiter von EADS Defence &
Security Friedrichshafen; Rektor Professor Dr. Thomas Spägele, Dekan Professor Ekkehard Löhmann
und Professor Dr. Stephan Jobke, Studiendekan Electrical Engineering.
Foto: Tove Simpfendörfer
Studierende der Sozialen Arbeit
nahmen an einer Konferenz in
Dubrovnik teil.
Foto: Sharon Schneider
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